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Digitale Transformation

Im Bahnsektor schreitet die Digitalisierung voran. Für Fahrzeuge und Lokomotiven werden erste Zustandsdaten auf dem Weg zur Condition-Based-Maintenance erhoben. Neue Züge könnten durch dauerhafte Internetverbindung vorausschauend energiesparend und mit höherer Netzauslastung fahren. Im Infrastrukturbereich treibt der Wandel vom elektrischen hin zum digitalen Schienennetz treibt die Branche um. Auch die Umsetzung aller Infrastrukturbauprojekte mittels "Building Modeling Information" steht an. Wartungs- und Produktionswerke werden durch Big Data, smarte Maschinen und Connectivity zu intelligenten Fertigungsstätten. Das vollständig vernetzte Bahnsystem steckt noch in den Kinderschuhene, entwickelt sich aber langsam in die Realität. Wie gelingt es, die digitalen Konzepte in großem Maße in der Fläche zu skalieren? Mehr als 40.000 km Schienennetz sowie ein Fahrzeugpool von über 20.000 Lokomotiven und Trieb- und Reisezugwagen sowie mehr als 100.000 Güterwagen wollen in Deutschland digitalisiert werden. Wo beginnt man zuerst? Welche Digitalisierungsschritte stehen für welchen Akteur in der Wertschöpfungskette auf dem Weg zum gemeinsamen Ziel an?


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Internationale Märkte

Die in der Vergangenheit national-ausgerichteten Bahnmärkte internationalisieren sich zunehmend. Politisch gewollte Marktöffnungen in Form der EU-Eisenbahnpakete sowie das Aufstreben neuer Marktteilnehmer aus anderen Teilen der Welt stellen die europäische Bahnindustrie vor Herausforderungen. Insbesondere aus dem asiatischen Raum drängen Firmen mit Endprodukten (Züge, Waggons) und mit Ersatzteilen (z.B. Radsätze) in den Weltmarkt und nach Europa. Mit diesen Entwicklungen globalisieren sich auch die Supply Chains europäischer Firmen. Lieferbeziehungen werden analysiert und neu ausgerichtet. Neue innovative Lösungen aus sich entwickelnden Märkten können integriert werden (Reverse Innovation) und die Innovationsgeschwindigkeit der Industrie beschleunigt sich. Wie wirken sich diese Entwicklungen auf welchen Akteur des System Bahn aus?


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Neue Technologien

Die Innovationsgeschwindigkeit des 21. Jahrhunderts bringt die Einführung vieler neuer Technologien in den Bahnsektor mit sich. Im Fahrzeugbereich strömen Ideen aus anderen Verkehrssektoren in die Bahnindustrie: Neue Antriebe für nicht elektrifizierte Strecken (Wasserstoff, Hybride & Batterie) beginnen im Markt Fuß zu fassen. Das autonome Fahren wird für groß angelegte Anwendungen im gesamten Streckennetz diskutiert. In Produktion und Wartung halten neue Technologien wie Additive Manufacturing, Ro- und Cobotik oder Virtual Reality Einzug. Disruptive Technologien für die Mobilität der Zukunft wie Hyperloop oder Elektroautos hinterfragen eingespielte Abläufe des Systems Bahn grundsätzlich. Welche technologischen Entwicklungen haben eine Zukunft und bereichern die Bahnindustrie?


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Automatisierung

Automatisch fahrende Schienenfahrzeuge (Automatic Train Operation / ATO) gibt es schon heute in vielen Teilen der Erde. In Deutschland fährt Nürnbergs U-Bahn fahrerlos. Metrolinien in New York, Barcelona, Budapest, Algier, Dubai, São Paolo, Peking oder Paris sind ebenfalls ohne aktiven Lokführer unterwegs. Getrieben von den Entwicklungen in der Automobilindustrie wird die Idee des automatisiert fahrenden Zugs nun auch für Regional- und Fernverkehrszüge weitergedacht. Erste Pilotprojekte mit dem Ziel der Kapazitätssteigerung im Fernverkehrsschienennetz laufen in der Schweiz. Das Ziel ist eine großflächige Anwendung von ATO in der Vollautomatisierung (Stufe 4 gemäß UITP). Auch im Bereich der Produktion und Wartung von Zug- und Infrastrukturmaterial ergeben sich vielfältige Potenziale für automatisierte Abläufe. Welche Anforderungen an die Fahrzeug- und Infrastrukturtechnologie der Zukunft entstehen für ihre Produzenten und Zulieferer?